Pitts S-2a

Die Pitts S-2a war zur Zeit ihrer Konstruktion das erste doppelsitzige Kunstflug-Flugzeug, mit dem sich wirklich das gesamte Spektrum des Kunstfluges trainieren ließ. Sie wird von einem 200 PS Boxermotor angetrieben und ist mit einem Rückenflugsystem für die Oel- und Benzinversorgung ausgerüstet. Aufgebaut aus einem stoffbespannten Stahlrohrrumpf mit Holzflügeln spiegelt die Pitts solide und bewährte Flugzeugbautechnik wider.

Die Flugeigenschaften sind beeindruckend, die Steuerbarkeit außergewöhnlich präzise. Feinste Ruderausschläge genügen, um das Flugzeug innerhalb von einer Sekunde aus der Normalfluglage auf den Rücken zu rollen. Eigentlich muß man nur in eine Richtung denken und schon fliegt sie auch dort hin. So virtuos die Steuerbarkeit ist, so feinfühlig und wachsam will sie gelandet werden. Ihr Verhalten ist jedoch immer ehrlich und gerade heraus.

Die Ausrüstung ist spartanisch, auf den einzigen Zweck reduziert. Das Flugzeug hat keine Heizung und auch Sitzpolster oder einen geräumigen Laderaum sucht man vergebens. Trotzdem ist dieser rot-weiße Doppeldecker der Traum vieler Pilotinnen und Piloten, für die das Kunstfliegen in seiner ultimativen Form eine Leidenschaft und Freude ist.

Heute hat die Maschine mit dem Kennzeichen D-EXPH ein Alter von 40 Jahren erreicht. Ursprünglich wurde sie 1983 von dem späteren Weltmeister Klaus Schrodt aus den USA nach Deutschland geholt. Klaus Schrodt flog später eine Extra 330S. Damit hatte er ein Flugzeug, das gerade für die moderene Wettbewerbsfliegerei besser geeignet war. Den Kultstatus einer Pitts werden die Extra Flugzeuge aber wohl erst in vielen Jahrzehnten erhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.